Grenzüberschreitung

Herr Kaiser, danke für Ihren wunderbaren Kommentar: Für mich ist Corona aus vielen Gründen eine weltweit verschärfend eskalierende, emotionale und soziale Krise, die jeder auf seine eigene Art und Weise bewältigen muss und auch kann und auch wird.
Sie ist eine riesige Herausforderung für jeden, die m. E. nur durch die innere Kraft der Spiritualität/Transzendenz bewältigt werden kann und dabei wird auch ein wichtiger Reife- auch Bewusstseinsprozess – stattfinden.
Selbsttranszendenz ist z. B. eine Fähigkeit des Geistes, über sich selbst hinaus auf Aufgaben und Fragen zu beziehen, die das Leben den Menschen in seinen Krisen – die wir vielleicht mental gar nicht verstehen können – stellt.
Viktor Frankl versteht diese Gabe als „anthropologischen Tatbestand“, dass Mensch-Sein immer über sich selbst hinaus auf etwas verweist – nicht auf sich selbst oder auf jemanden: auf einen Sinn, den da ein Mensch erfüllt oder auf mitmenschliches Sein, dem er da begegnet.
Und nur in dem Maße, in dem der Mensch sich solcherart selbst transzendiert, verwirklicht er auch sich selbst; im Dienst und in der Liebe an einer Sache – oder in der Liebe zu einer anderen Person!
Deshalb hat auch diese Krise einen tiefen Sinn und sollte uns eigentlich mit Zuversicht, Dankbarkeit und Vertrauen in das Da-Sein erfüllen, denn dann gibt es auch keine Angst mehr!
Wir brauchen das „Böse“, das „Unerklärliche“, das „Unlogische“ das „Unverständliche“ – analog zu Judas, der Jesus Christus verraten „musste“ um etwas ganz „Großes“ zu schaffen.
Quelle YT Meine Grenze ist erreicht!