Bruno Gröning

In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg gaben etliche Personen an, durch Gröning geheilt worden zu sein. Nach einem Pressebericht über einen vermeintlichen Erfolg im März 1949 strömten tausende Heilungssuchende nach Herford, Westfalen, zum „Heiler“.

Gröning berief sich stets auf den – wie er es nannte – „Heilstrom“, die „durch ihn strömende göttliche Kraft“. Seinen unübersehbaren Kropf verstand er selbst als „Schwellung durch eben diese Kraft“. Die Betroffenen (überwiegend Frauen, viele ältere Menschen) suchten Heilung durch persönlichen Kontakt zu Gröning, durch Teilnahme an dessen Massenversammlungen, aber auch durch Anwendung eines von Gröning übersandten Gegenstandes (meist eine Kugel aus Stanniolpapier).

Auch die Anwesenheit an einer zuvor bekannt-gemachten Örtlichkeit, auf die Gröning aus der Ferne gezielte „Heilwellen“ richtete, oder einfach gedank-liche Konzentration des Kranken auf Gröning wurden von seinen Anhängern helfende Wirkungen nachgesagt.